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	<title>Sowas Nachrichten</title>
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	<description>Na sowas! Was es so alles gibt. Nachrichten die die Welt nicht braucht. Kredite und Versicherungen verkaufen wir nicht!</description>
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		<title>Königsberg (Kaliningrad)</title>
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		<pubDate>Tue, 25 May 2010 10:02:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reise nach Königsberg (Kaliningrad) in Ostpreussen]]></category>

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		<description><![CDATA[Wieder als erster Gast im Frühstücksraum angekommen, wurde ich sogleich von der &#8220;Meisterin der Frühstückszubereitung&#8221; herzlich mit Kaffee empfangen. Anschliessend wurde das erneut üppige Frühstück aufgetischt. Da können sich einige Hotels in Österreich eine Scheibe abschneiden. Ich genoss das herrliche Essen und verliess zufrieden den Frühstückstisch. Anschliessend ging es wieder zum Postamt. Gestern Abend hatte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft" title="königsberg" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/koenigsbergbklein1.jpg" alt="" width="150" height="110" />Wieder als erster Gast im Frühstücksraum angekommen, wurde ich sogleich von der &#8220;Meisterin der Frühstückszubereitung&#8221; herzlich mit Kaffee empfangen. Anschliessend wurde das erneut üppige Frühstück aufgetischt. Da können sich einige Hotels in Österreich eine Scheibe abschneiden. Ich genoss das herrliche Essen und verliess zufrieden den Frühstückstisch.</p>
<p>Anschliessend ging es wieder zum Postamt. Gestern Abend hatte ich noch vor dem Einschlafen eine kleine Botschaft auf die Rückseite der Ansichtskarte gekritzelt. Heute sollte sie auf den Weg gebracht werden. Wohl sah ich den Postkasten vor dem Gebäude, aber ich wollte die Karte gerne persönlich abgeben. Kaum drinnen angekommen, sah ich schon den entsetzten Gesichtsausdruck der humorvollen Postbeamtin. Wieder dieser verrückte Ausländer der kein Russisch kann, wird sie sich wohl gedacht haben. Mein holpriger Versuch gestern Abend ohne Russischkenntnisse eine Briefmarke zu kaufen, war ihr wohl noch gut in Erinnerung. Als sie meine absendebereite Ansichtskarte mit Briefmarke sah, deutete sie nur nach draussen und rief &#8220;Ulize! Ulize!&#8221;, was wohl soviel wie &#8220;Raus auf die Strasse und in den Postkasten werfen&#8221; bedeutete.</p>
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<p>Zurück in der Pension, verabschiedete ich mich in einer gewissen melancholischen Stimmung von meinem Zimmer. Ich hatte es in den letzten 3 Tagen sehr liebgewonnen. Im Erdgeschoss wartete bereits der junge Betreiber (ca. 25 Jahre alt) der Pension, der mit mir noch eine kleine Stadtrundfahrt durchführen sollte.</p>
<p>Da es früher Morgen in Königsberg war, steckten wir nach wenigen Metern auch gleich voll im Berufsverkehr. Im Schritttempo ging es stadteinwärts. Im Zentrum angekommen hatten wir bereits fast zwei Stunden verloren. Dann musste man noch eine Stunde abziehen, da Züge in Russland immer nach der Moskauer Zeit fahren und ich das beim Planen meiner Reise nicht bedacht hatte. Also der Zug fuhr um 12:02 ab, was in Königsberg aber 11:02 bedeutete. Wenn mir das keiner gesagt hätte, ich hätte es nicht gewusst und den Zug mit ziemlicher Sicherheit versäumt.</p>
<p><img class="alignnone" title="königsberg" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/koenigsbergb1.jpg" alt="" width="620" height="400" /></p>
<p>Im Schritttempo ging es vorwärts. Der Königsberger Berufsverkehr hat es in sich.</p>
<p><img class="alignnone" title="königsberg" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/koenigsbergb2.jpg" alt="" width="620" height="462" /></p>
<p>Umso näher man dem Stadtzentrum kam, umso flüssiger wurde der Verkehr.</p>
<p><img class="alignnone" title="königsberg" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/koenigsbergb3.jpg" alt="" width="620" height="553" /></p>
<p>Das hohe Gebäude ist der &#8220;Bau des Sozialismus&#8221;. An der gleichen Stelle stand vor dem Krieg das Königsberger Schloss. Das besondere an diesem Bau ist die Tatsache dass er völlig leer steht. Es gibt nämlich ein Problem mit der Statik und eine Benützung wäre zu gefährlich. Also vollkommen umsonst gebaut, wenn man davon absieht dass Reiseführer ihren Kunden eine zusätzliche Geschichte erzählen können.</p>
<p>Ein Vormittag in Königsberg und davon drei Stunden abgezogen, die ich eigentlich fix eingeplant hätte. Man kann sich vorstellen dass es da nicht mehr viel zu sehen gab für mich. Wir besuchten kurz das neu erbaute Fischerdorf am Pregel Fluss und den Königsberger Dom mit dem Grab von Immanuel Kant. Von der historischen Altstadt blieb ja so gut wie nichts mehr stehen. Heute befinden sich darauf Plattenbauten und eine Hauptstrasse. So gesehen halten sich die Sehenswürdigkeiten dieser Stadt ohnehin in sehr engen Grenzen.</p>
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<p><img class="alignnone" title="königsberg" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/koenigsbergb4.jpg" alt="" width="620" height="263" /></p>
<p>Hier befand sich vor dem Krieg die Altstadt von Königsberg.</p>
<p><img class="alignnone" title="königsberg" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/koenigsbergb5.jpg" alt="" width="620" height="489" /></p>
<p>Der Pregel Fluss. Dahinter sieht man den Königsberger Dom.</p>
<p><img class="alignnone" title="königsberg" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/koenigsbergb6.jpg" alt="" width="620" height="561" /></p>
<p>Das neu erbaute Fischerdorf am Pregel. Wohnungen, Büros, und Geschäfte befinden sich darin.</p>
<p><img class="alignnone" title="königsberg" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/koenigsbergb7.jpg" alt="" width="620" height="465" /></p>
<p>Beim Überschreiten der Pregelbrücke wurde mir erklärt dass jedes dieser Schlösser ein frisch verheiratetes Ehepaar symbolisiert.</p>
<p><img class="alignnone" title="königsberg" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/koenigsbergb8.jpg" alt="" width="620" height="578" /></p>
<p>Noch einmal ein Blick auf das neu erbaute Fischerdorf.</p>
<p><img class="alignnone" title="königsberger dom" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/koenigsbergb9.jpg" alt="" width="620" height="514" /></p>
<p>Der Bau des Doms wurde im Jahr 1330 begonnen. 1380 war das imposante Gotteshaus dann vollendet.</p>
<p><img class="alignnone" title="königsberg" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/koenigsbergb10.jpg" alt="" width="620" height="987" /></p>
<p>Dieses Denkmal neben dem Dom erinnert an Herzog Albrecht. Er war es der Preussen von einem Ordensstaat in ein Herzogtum umgewandelt hat. Herzog Albrecht errichtete die Albertina, er führte das Luthertum ein und schuf damit die Voraussetzung für den preussischen Staat. Das Denkmal wurde 1891 im Beisein des Kaiserpaares am Haberturm enthüllt. Wegen der in der Zeit des Nationalsozialismus ungeliebten religiösen Einstellung des Dargestellten verbannte man das Denkmal 1935 in die Schlossstraße an dem Turm des Kürschners. In den Kriegswirren des Zweiten Weltkriegs ging das Denkmal verloren. Es wurde aber von der Stadt Kaliningrad 2005 neu hergestellt.</p>
<p><img class="alignnone" title="königsberg dom" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/koenigsbergb11.jpg" alt="" width="620" height="827" /></p>
<p><img class="alignnone" title="königsberg dom" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/koenigsbergb12.jpg" alt="" width="620" height="465" /></p>
<p>Das Grab von Immanuel Kant.</p>
<p><img class="alignnone" title="königsberg" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/koenigsbergb13.jpg" alt="" width="620" height="827" /></p>
<p>Die Vorderseite des Doms.</p>
<p><img class="alignnone" title="königsberg" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/koenigsbergb14.jpg" alt="" width="620" height="827" /></p>
<p>Den ganzen Dom im Blick.</p>
<p><img class="alignnone" title="königsberg" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/koenigsbergb15.jpg" alt="" width="620" height="366" /></p>
<p>Jetzt geht es auf die andere Seite des Pregels.</p>
<p><img class="alignnone" title="königsberg" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/koenigsbergb16.jpg" alt="" width="620" height="529" /></p>
<p>Eines der vielen modernen Hochhäuser.</p>
<p>Zum Abschluss meines Ostpreussen Aufenthaltes wurde ich vom Pensionsbetreiber dann noch an eine bestimmte Stelle des Pregel Flusses gefahren an der ein U-Boot schwamm. Es durfte sich dabei um so eine Art U-Boot Museum handeln. War aber noch geschlossen. Trotzdem war alleine das schwimmende U-Boot im Wasser eine Attraktion für mich, hatte ich so etwas in meinem Leben noch nie gesehen. Dann war die Zeit auch schon wieder um. Es ging noch rasch in den Supermarkt um etwas gegen den Hunger im Zug zu haben. Speisewaggon gibt es ja keinen. Dann hiess es auch schon Abschied nehmen und ich bestieg den Zug.</p>
<p><img class="alignnone" title="königsberg" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/koenigsbergb17.jpg" alt="" width="620" height="356" /></p>
<p>Das russische U-Boot. Ich war überrascht von der beeindruckenden Grösse.</p>
<p><img class="alignnone" title="königsberg" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/koenigsbergb18.jpg" alt="" width="620" height="769" /></p>
<p>Plattenbau am Pregel Fluss.</p>
<p><img class="alignnone" title="königsberg" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/koenigsbergb19.jpg" alt="" width="620" height="406" /></p>
<p>Nun ging es zum Bahnhof Abschied nehmen. Im Bild: einer der vielen streunenden Hunde im Königsberger Stadtzentrum. Für mich als Österreicher doch ein sehr ungewohntes Bild.</p>
<p><img class="alignnone" title="bahnhof königsberg" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/koenigsbergb20.jpg" alt="" width="620" height="419" /></p>
<p>Ankunft beim Bahnhof. Die Bahnhofsuhr zeigt 11:30 an, obwohl es in Königsberg eigentlich erst 10:30 ist. Die Züge und das Bahnhofsgelände gehen in Russland nach der Moskauer Zeit.</p>
<p><img class="alignnone" title="königsberg" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/koenigsbergb21.jpg" alt="" width="620" height="465" /></p>
<p>Der Zug wartete bereits am Bahnsteig.</p>
<p><img class="alignnone" title="königsberg" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/koenigsbergb22.jpg" alt="" width="620" height="465" /></p>
<p>An dieser Stelle rechts von der Treppe wurde ich vor 3 Tagen vom Reiseführer mit einem Namensschild abgeholt. Nun ging es wieder retour.</p>
<p>Der Zug fuhr von Königsberg über Vilnius und Minsk nach Moskau. Ich war der erste Fahrgast im Abteil &#8220;Nummer 1&#8243;. Später stiessen noch ein Franzose und zwei Russen dazu. Einer der Russen warf sich gleich auf sein Ohr und begann laut dröhnend zu schnarchen. Der andere Russe, ein scheinbar schüchterner junger Bursche, kramte ein Buch hervor und begann zu lesen. Der Franzose schlief entweder oder las auch in einem Buch. Ich hatte jedenfalls meinen Fensterplatz und beobachtete still die Landschaft.</p>
<p><img class="alignnone" title="königsberg" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/koenigsbergb23.jpg" alt="" width="620" height="480" /></p>
<p>Dieser Zug fährt von Kaliningrad über Vilnius und Minsk in die russische Hauptstadt Moskau.</p>
<p><img class="alignnone" title="königsberg" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/koenigsbergb24.jpg" alt="" width="620" height="465" /></p>
<p>Ich war der erste Fahrgast im Abteil. So konnte ich mir gleich meinen Fensterplatz sichern.</p>
<p>Die Grenzkontrollen zogen sich wieder extrem. Diesmal insgesamt etwas über 2 Stunden. Irgendwann war dann aber auch diese Tortur beendet und ich traf am späten Nachmittag in Vilnius ein.</p>
<p><img class="alignnone" title="grenze litauen russland" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/koenigsbergb25.jpg" alt="" width="620" height="347" /></p>
<p>Die russich litauische Grenze vom Zugabteil aus gesehen.</p>
<p><img class="alignnone" title="kybartai" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/koenigsbergb26.jpg" alt="" width="620" height="465" /></p>
<p>Der litauische Grenzbahnhof Kybartei.</p>
<p><img class="alignnone" title="königsberg" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/koenigsbergb27.jpg" alt="" width="620" height="764" /></p>
<p>In Vilnius angekommen benötigte ich erstmal einen kräftigen Schluck Bier. Es musste ein dunkles Svyturis Baltijos sein. Nur noch wenige Tage und das Alltagsleben in Österreich hat mich vollständig wieder &#8230;</p>
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		<title>Japanisch Essen in Russland</title>
		<link>http://www.sowas.at/2010/05/24/japanisch-essen-in-russland/</link>
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		<pubDate>Mon, 24 May 2010 20:00:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reise nach Königsberg (Kaliningrad) in Ostpreussen]]></category>

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		<description><![CDATA[In der Pension war es um ca. 18:45 noch etwas zu früh um in das Bett zu gehen oder einfach nur gelangweilt vor dem Fernseher zu sitzen. So entschloss ich mich mir noch etwas die Füsse zu vertreten und stadteinwärts zu marschieren. Zuvor ging ich noch zum Postamt um mir eine Briefmarke für eine Ansichtskarte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft" title="japanisch essen" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/japanischessenklein1.jpg" alt="" width="150" height="110" />In der Pension war es um ca. 18:45 noch etwas zu früh um in das Bett zu gehen oder einfach nur gelangweilt vor dem Fernseher zu sitzen. So entschloss ich mich mir noch etwas die Füsse zu vertreten und stadteinwärts zu marschieren. Zuvor ging ich noch zum Postamt um mir eine Briefmarke für eine Ansichtskarte in die Heimat zu kaufen. Das Postamt lag ja nur wenige Schritte von der Pension entfernt. Die Damen dort konnten kein Wort Englisch oder Deutsch, und so schaffte ich es erst nach einiger Zeit zu bekommen was ich eigentlich wollte. Ich denke &#8220;Marka&#8221; sagt man im Russischen für Briefmarke. Klingt ja eigentlich sehr ähnlich. Nur war dann auch die Frage welche &#8220;Marka&#8221; es denn sein soll.</p>
<p>Vom Postamt ging es dann weiter auf die Hauptstrasse. Es hingen zwar dunkle Wolken am Himmel, aber es regnete nicht. Ich beschloss während meines Spazierganges immer auf der Hauptstrasse zu bleiben um mich nicht zu verlaufen. Weil wenn ich mich verlaufen hätte, wär das mit der Sprachbarriere echt ein Problem geworden. Ohne Russischkenntnisse versteht einem hier so gut wie kein Mensch.</p>
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<p><img class="alignnone" title="japanisch essen" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/japanischessen1.jpg" alt="" width="620" height="465" /></p>
<p>Vom Quartier geht es jetzt links zum Postamt.</p>
<p><img class="alignnone" title="japanisch essen" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/japanischessen2.jpg" alt="" width="620" height="411" /></p>
<p>Hier komme ich links um die Ecke gebogen. Nur wenige Schritte weiter befindet sich rechts das Postamt.</p>
<p><img class="alignnone" title="japanisch essen" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/japanischessen3.jpg" alt="" width="620" height="465" /></p>
<p>Das Postamt. Vor dem Eingang befindet sich der Briefkasten. Hier warf ich am nächsten Morgen die Ansichtskarte hinein.</p>
<p>Ich hätte gerne noch ein Restaurant besucht in Königsberg. Schliesslich ging es Morgen wieder zurück nach Vilnius und ein ordentlicher Restaurantbesuch sollte schon dazugehören zu meinem Aufenthalt in Königsberg und Ostpreussen. Auch nach etwa 15 Minuten war noch immer nichts von einem Restaurant zu sehen. Viele Geschäfte und extrem viele Apotheken waren zu sehen, aber kein Restaurant. Das mit den Apotheken hat mich auch sehr fasziniert. Ich habe an einem Ort noch nie so viele Apotheken gesehen. Teilweise gab es alle 500 Meter eine Apotheke. Ein Restaurant hingegen war noch immer Fehlanzeige.</p>
<p>So ging ich immer weiter Richtung Stadtzentrum und versuchte nicht von der Hauptstrasse abzukommen. Eigentlich hatte ich die Hoffnung schon aufgegeben. Noch bis zum nächsten Hochhaus, und falls dann noch immer kein Wirthaus auftauchen würde, wäre es an der Zeit umzudrehen und in der Pension das Abendessen zu geniessen. Doch welch ein Glück! Nun stellte sich das letzte Geschäftslokal doch als Restaurant heraus, und zwar als Japanisches. Da ich in meinem Leben noch nie Japanisch essen war, dachte ich mir dass würde schon so passen.</p>
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<p><img class="alignnone" title="japanisch essen" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/japanischessen4.jpg" alt="" width="620" height="465" /></p>
<p>Danach ging es wieder links und der Hauptstrasse in das Stadtzentrum entlang.</p>
<p><img class="alignnone" title="japanisch essen" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/japanischessen5.jpg" alt="" width="620" height="465" /></p>
<p>In dieser Schule hat die Ehefrau von Vladimir Putin Lesen und Schreiben gelernt. Kein Witz!</p>
<p><img class="alignnone" title="japanisch essen" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/japanischessen6.jpg" alt="" width="620" height="446" /></p>
<p>Scheint unbewohnt zu sein.</p>
<p><img class="alignnone" title="japanisch essen" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/japanischessen7.jpg" alt="" width="620" height="552" /></p>
<p>Das war kein Restaurant, sondern ein Supermarkt. Das bedeutet für mich: weitergehen.</p>
<p><img class="alignnone" title="japanisch essen" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/japanischessen8.jpg" alt="" width="620" height="704" /></p>
<p>Ein gelbes Gotteshaus. Findet man auch nicht alle Tage.</p>
<p><img class="alignnone" title="japanisch essen" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/japanischessen9.jpg" alt="" width="620" height="465" /></p>
<p>Eine neue Wohnanlage. Es wird viel gebaut in Königsberg.</p>
<p><img class="alignnone" title="japanisch essen" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/japanischessen10.jpg" alt="" width="620" height="653" /></p>
<p>Ein besonders schönes Wohnhaus. Gefiel mir sehr gut.</p>
<p><img class="alignnone" title="japanisch essen" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/japanischessen11.jpg" alt="" width="620" height="363" /></p>
<p>Umso weiter ich in das Stadtzentrum marschierte, umso grösser wurden die Häuser.</p>
<p><img class="alignnone" title="japanisches essen" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/japanischessen12.jpg" alt="" width="620" height="979" /></p>
<p>Das letzte Hochhaus meines Fussmarschs. Hätte es hier kein Restaurant gegeben, wäre ich mit leerem Magen umgedreht.</p>
<p>Es war zwar ein japanisches Restaurant, aber Japaner konnte ich keinen entdecken. Koch und Kellerinnen dürften alles Russen gewesen sein. Das Lokal war noch ziemlich leer. Nur ein Pärchen sass am Fenster. Ansonsten hatte ich freie Platzwahl. Zu meinem Glück entdeckte ich dass auf der Speisekarte alle Speisen abgebildet waren. Das erleichterte meine Wahl besonders. Nur beim Fleisch musste ich versuchen mich zu verständigen. Ein heftiges Grunzen und das Nicken der jungen russischen Kellnerin vergewisserte mich, dass es sich bei meiner Speise um Schweinefleisch handeln würde. Swinina sagte sie dazu. Schwein und Swin. Klingt ja auch sehr ähnlich. Da sieht man wieder wie nahe wir den Russen eigentlich sind. Pig oder Pork, für Schwein im Englischen, klingt da ja komplett anders.</p>
<p><img class="alignnone" title="japanisch essen" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/japanischessen13.jpg" alt="" width="620" height="499" /></p>
<p>Das sieht doch sehr einladend aus. <img src='http://www.sowas.at/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><img class="alignnone" title="japanisch essen" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/japanischessen14.jpg" alt="" width="620" height="411" /></p>
<p>Die illustrierte Speisekarte war mir eine grosse Hilfe.</p>
<p><img class="alignnone" title="japanisch essen" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/japanischessen15.jpg" alt="" width="620" height="519" /></p>
<p>Links vorne beim Fenster sass ein junges Pärche. Sonst waren alle Plätze noch frei.</p>
<p>Ich hatte mich für ein russisches Bier entschieden was auch sehr gut geschmeckt hat. Beim Essen fiel meine Wahl auf so eine Art klein gehackte Schweinderlteile mit Gemüse und Kartoffelscheiben. Es schmeckte wirklich wunderbar und ich war sehr zufrieden. Zuvor gab es auch noch Zwiebelcremesuppe. Das Lokal füllte sich langsam, meist junge und sehr gut gekleidete Menschen, und ich bemerkte dass es draussen bereits in Kübeln goss. Vorne an der Wand lief Fashion TV auf einem riesigen Flachbildfernseher. Es dürfte so ein Lokal für die Reichen und Schönen Königsbergs sein, dachte ich mir.</p>
<p><img class="alignnone" title="japanisch essen" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/japanischessen16.jpg" alt="" width="620" height="869" /></p>
<p>Das Bier hat mir aussergewöhnlich gut geschmeckt. Ich war nach diesem anstrengenden Tag auch sehr durstig.</p>
<p><img class="alignnone" title="japanisch essen" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/japanischessen17.jpg" alt="" width="620" height="358" /></p>
<p>So sah mein Hauptgericht aus. Würde sofort wieder hingegen und das bestellen. Es war ein wahrer Genuss.</p>
<p>Satt und zufrieden verliess ich das japanische Restaurant. Der Regen war sehr stark und es waren fast keine Menschen mehr auf den Strassen unterwegs. Wo eine Stunde vorher noch pulsierendes Leben zu beobachten war, war jetzt alles nur noch wie ausgestorben. Es dürfte so zwischen 20:30 und 21:00 gewesen sein.</p>
<p><img class="alignnone" title="japanisch essen" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/japanischessen18.jpg" alt="" width="620" height="533" /></p>
<p>Bei strömenden Regen musste ich den Heimweg in mein Quartier antreten. Verschwommen habe ich auch schon etwas gesehen. Die Strassen waren menschenleer, wenn man von den Fahrern und Insassen der Automobile einmal absieht.</p>
<p><img class="alignnone" title="japanisch essen" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/japanischessen19.jpg" alt="" width="620" height="748" /></p>
<p>Ein streunender Hund schlief während es aus Kübeln goss am Gehsteig unter einem Baum. Er liess sich von mir nicht stören.</p>
<p>Völlig durchnässt kam ich in der Pension an, und begab mich sofort in den Frühstücksraum um noch ein Bier zu konsumieren. Im Frühstücksraum traf ich auf eine ältere Reisegruppe aus dem Rheinland mit der es auch zu einer Konversation kam. Einen Tisch weiter sass noch eine russische Schönheit alleine auf ihrem Platz und trank Tee. Als es Zeit war zu gehen verabschiedete ich mich, und fand in meinem Bett rasch meinen verdienten Schlaf. So ging ein Tag im ehemaligen Ostpreussen zu Ende.</p>
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		<title>Insterburg (Tschernjachowsk)</title>
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		<pubDate>Mon, 24 May 2010 17:30:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reise nach Königsberg (Kaliningrad) in Ostpreussen]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf der Fahrt von Gumbinnen nach Insterburg begann es plötzlich stark zu regnen. Das war ein guter Grund im Automobil zu bleiben, und sich mit einer kleinen Stadtrundfahrt zufrieden zu geben. Insterburg wurde 1336 gegründet. Die Bedeutung des Namens leitet sich vom Fluss Inster und einer Burg ab. Gegründet wurde die Stadt vom Deutschen Orden. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft" title="insterburg" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/insterburgklein1.jpg" alt="" width="150" height="110" />Auf der Fahrt von Gumbinnen nach Insterburg begann es plötzlich stark zu regnen. Das war ein guter Grund im Automobil zu bleiben, und sich mit einer kleinen Stadtrundfahrt zufrieden zu geben.</p>
<p>Insterburg wurde 1336 gegründet. Die Bedeutung des Namens leitet sich vom Fluss Inster und einer Burg ab. Gegründet wurde die Stadt vom Deutschen Orden. Er benötigte die Festung zu dieser Zeit für die Feldzüge gegen Litauen. Das ging am Anfang schief, denn es waren die Litauer die einen Feldzug starteten und die Burg eroberten und völlig zerstörten. Als der Deutsche Orden die Burg zurückerobern und wiederaufbauen konnte, waren es daraufhin gut 80 Jahre später die Polen welche die Burg erobern und wieder zerstören konnten. Das hinderte den Deutschen Orden aber nicht die Burg ein drittes Mal aufzubauen.</p>
<p><!--adsense--></p>
<p>Heute leben 42.000 Einwohner in Insterburg. Alle zwei Jahre finden in der Stadt Ritterfestspiele statt. Manche der Organisatoren aus Insterburg sind so in dieser Rolle gefangen dass sie auch das ganze Jahr hindurch als Bürger des Mittelalters durch das Leben gehen. Das hat mir jedenfalls der Reiseführer erzählt. Die Haare bleiben dann lang und die Bärte werden nicht mehr rasiert. Etwas ausserhalb der Stadt gibt es ein renomiertes Trakehner Pferdegestüt. Wir fuhren hin, kehrten aber wieder um und verliessen die Stadt dann in Richtung Königsberg. Die Ostpreussen Rundfahrt fand so ihr wohlverdientes Ende. Es war wirklich ein tolles Erlebnis und ich kann den kompetenten Reiseführer nur weiterempfehlen. Bei Interesse einfach Kommentar hinterlassen und ich schicke seine Kontaktdaten.</p>
<p>In Königsberg genehmigte ich mir dann noch einen Besuch im Supermarkt, wo mir der Reiseführer den Kauf einer Flasche Wodka empfahl. Als ich mit der Flasche Wodka in der Hand den Supermarkt verliess meinte er ich würde jetzt wie ein richtiger Russe aussehen. Auf der Fahrt in das Stadtzentrum Königsberg zu meiner Pension  hatte der abendliche Berufsverkehr nun schon voll eingesetzt. Trotzdem kamen wir in einer guten Zeit an, und verabschiedeten uns. Morgen Vormittag soll der Betreiber der Pension mit mir die Stadtrundfahrt durch Königsberg machen. Die war im Gesamtpaket noch inkludiert.</p>
<p><img class="alignnone" title="insterburg" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/insterburg1.jpg" alt="" width="620" height="465" /></p>
<p>Einfahrt in Insterburg. Es hat bereits zu regnen begonnen. Ich würde diese Stadt nicht gerade als schön bezeichnen. Zu dieser Ansicht gab sicher auch das schlechte Wetter seinen Teil dazu. Immerhin genoss man bisher den ganzen Tag einen strahlenden Sonnenschein. Es fehlt Insterburg aber ein richtiger Ortskern.  Die Altstadt wurde während des zweiten Weltkrieges von britischen Bombern ausradiert. Den Rest der Beseitigung erledigten dann die Russen nach der Eroberung am 22. Januar 1945.</p>
<p><img class="alignnone" title="insterburg" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/insterburg2.jpg" alt="" width="620" height="429" /></p>
<p>Das viele Grün in der Stadt muss man aber positiv hervorheben. Aber das ist in den russischen Städten ja der Standard.</p>
<p><img class="alignnone" title="insterburg" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/insterburg3.jpg" alt="" width="620" height="530" /></p>
<p>Hier einmal eines der schöneren Gebäude.</p>
<p><img class="alignnone" title="insterburg" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/insterburg4.jpg" alt="" width="620" height="465" /></p>
<p>Seitenstrasse im Ortskern.</p>
<p><img class="alignnone" title="insterburg" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/insterburg5.jpg" alt="" width="620" height="827" /></p>
<p>Die ehemalige Reformierte Kirche. Heute nennt man sie Orthodoxe Michail-Kathedrale. Sie hat den Krieg überlebt.</p>
<p><img class="alignnone" title="insterburg" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/insterburg6.jpg" alt="" width="620" height="465" /></p>
<p>Die ehemalige Mädchenschule in der Nähe der Kirche. Hier wurden die jungen Fräulein für die Aufgaben im Haushalt ausgebildet. Umgangssprachlich wurde die Einrichtung als &#8220;Klops Akademie&#8221; bezeichnet. Knödel Akademie hätte man in Österreich dazu gesagt. 1945 war dann natürlich alles vorbei. Was sich heute in diesen Gemäuern abspielt entzieht sich leider meiner Kenntnis.</p>
<p><img class="alignnone" title="insterburg" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/insterburg7.jpg" alt="" width="620" height="465" /></p>
<p>Insterburg empfand ich irgendwie als eine ganz eigenwillige Stadt. Es gibt kein klassisches Ortszentrum, keine klassische Einkaufsstrasse, nur viele Wohnhäuser und hin und wieder mal ein Geschäft.</p>
<p><img class="alignnone" title="insterburg" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/insterburg8.jpg" alt="" width="620" height="465" /></p>
<p>Dieses Denkmal gibt es erst seit 2007. Es verkörpert den russischen Generalfeldmarschall und Kriegsminister Michael Andreas Barclay de Tolly, der am 26. Mai 1818 in der Nähe von Insterburg verstorben ist.</p>
<p><img class="alignnone" title="insterburg" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/insterburg9.jpg" alt="" width="620" height="499" /></p>
<p>Im Hintergrund kann man das seltsame Stadtzentrum Interburgs sehen. So gut wie keine Geschäfte. Nur Wohnhäuser.</p>
<p><img class="alignnone" title="insterburg" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/insterburg10.jpg" alt="" width="620" height="465" /></p>
<p>An dieser Stelle befand sich vor dem Krieg die Altstadt. Heute gibt es nur mehr einen leeren Platz umringt von Bäumen und Plattenbauten.</p>
<p><img class="alignnone" title="insterburg" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/insterburg11.jpg" alt="" width="620" height="465" /></p>
<p>Eine wahre Kopfsteinwüste. Wahrscheinlich wird hier der Wochenmarkt abgehalten. Ich weiss es sonst nicht wozu man so einen freien Platz mitten in der Stadt benötigen würde. Es gibt ja auch keinerlei Sitzbänke oder ähnliches.</p>
<p><img class="alignnone" title="insterburg" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/insterburg12.jpg" alt="" width="620" height="617" /></p>
<p>Das Trakehner Pferdegestüt ausserhalb der Stadt.</p>
<p><img class="alignnone" title="insterburg" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/insterburg13.jpg" alt="" width="620" height="465" /></p>
<p>Alles hermetisch abgeriegelt. Das ist eine riesige Pferdeanlage die alle Stückerl spielt. Vom Hotel und Restaurant bis hin zur gepflegten Sitzplatztribüne für Reiterturniere.</p>
<p><img class="alignnone" title="insterburg" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/insterburg14.jpg" alt="" width="620" height="555" /></p>
<p>Hier geht es weiter raus auf das Land. Rechts befindet sich das Trakehner Pferdegestüt.</p>
<p><img class="alignnone" title="insterburg" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/insterburg15.jpg" alt="" width="620" height="520" /></p>
<p>Nun ging es wieder wieder aus der Stadt in Richtung Königsberg.</p>
<p><img class="alignnone" title="königsberg supermarkt" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/insterburg16.jpg" alt="" width="620" height="414" /></p>
<p>In diesem Königsberger Supermarkt habe ich mir meine Wodka Flasche gekauft. Danach ging es zurück zum Quartier.  So fand die Ostpreussen Rundfahrt ihr Ende.</p>
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		<title>Gumbinnen (Gussew)</title>
		<link>http://www.sowas.at/2010/05/24/gumbinnen-gussew/</link>
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		<pubDate>Mon, 24 May 2010 16:10:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reise nach Königsberg (Kaliningrad) in Ostpreussen]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Breitenstein ging es weiter südlich in die ehemalige Salzburgerstadt Gumbinnen. Gumbinnen wurde das erste Mal 1525 erwähnt, und war 1724 das Zentrum der Salzburger Einwanderung im Rahmen des preussischen Besiedelungsprogramms. Tatareneinfälle und die Pestjahre haben dem Gebiet damals sehr zugesetzt. Salzburger, die in ihrer Heimat auf Grund ihrer Religion verfolgt wurden, kamen damals in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft" title="gumbinnen" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/gumbinnenklein1.jpg" alt="" width="150" height="110" />Von Breitenstein ging es weiter südlich in die ehemalige Salzburgerstadt Gumbinnen. Gumbinnen wurde das erste Mal 1525 erwähnt, und war 1724 das Zentrum der Salzburger Einwanderung im Rahmen des preussischen Besiedelungsprogramms. Tatareneinfälle und die Pestjahre haben dem Gebiet damals sehr zugesetzt. Salzburger, die in ihrer Heimat auf Grund ihrer Religion verfolgt wurden, kamen damals in Massen nach Ostpreussen um die leeren Orte wieder zu besiedeln.</p>
<p>Gumbinnen zählt heute etwa 30.000 Einwohner. Wir machten nur kurz vor der Salzburger Kirche einen Halt und fuhren sonst nur schnell durch das Zentrum. Während des ersten und zweiten Weltkrieges fanden in und um der Stadt grosse Schlachten statt. Im zweiten Weltkrieg unter anderem eine Panzerschlacht. Gumbinnen hat grosse wirtschaftliche Schwierigkeiten und weist eine hohe Arbeitslosigkeit auf. Viele der Einwohner fahren täglich nach Königsberg um dort ihrer Arbeit nachzugehen. Das ist oft ihre einzige Möglichkeit Geld verdienen zu können.</p>
<p><!--adsense--></p>
<p><img class="alignnone" title="gumbinnen" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/gumbinnen1.jpg" alt="" width="620" height="400" /></p>
<p>Der erste Eindruck von Gumbinnen: Plattenbauten.</p>
<p><img class="alignnone" title="gumbinnen" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/gumbinnen2.jpg" alt="" width="620" height="398" /></p>
<p>Immer gerade aus ging es in Richtung Stadtzentrum.</p>
<p><img class="alignnone" title="gumbinnen" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/gumbinnen3.jpg" alt="" width="620" height="558" /></p>
<p>Auch das gibt es in Gumbinnen zu sehen: orginalgetreu nachgebaute Häuser aus der Preussenzeit.</p>
<p><img class="alignnone" title="gumbinnen" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/gumbinnen4.jpg" alt="" width="620" height="483" /></p>
<p>Was für ein Kontrast. Schön renoviertes Haus aus der Vorkriegszeit und Plattenbauten aus der Nachkriegszeit.</p>
<p><img class="alignnone" title="gumbinnen" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/gumbinnen5.jpg" alt="" width="620" height="526" /></p>
<p>Alt, neu, und alte aber neu renovierte Bauten wechseln sich bei der Fahrt in das Stadtzentrum laufend ab. Diese Häuserzeile war wieder schön anzusehen.</p>
<p><img class="alignnone" title="gumbinnen" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/gumbinnen6.jpg" alt="" width="620" height="487" /></p>
<p>Ein graues aber durchaus schönes Wohnhaus aus der Jugendstilzeit.</p>
<p><img class="alignnone" title="gumbinnen" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/gumbinnen7.jpg" alt="" width="620" height="465" /></p>
<p>So geht es immer weiter hinein in das Stadtzentrum von Gumbinnen. Dem heutigen Gussew.</p>
<p><img class="alignnone" title="gumbinnen" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/gumbinnen8.jpg" alt="" width="620" height="465" /></p>
<p><img class="alignnone" title="gumbinnen" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/gumbinnen9.jpg" alt="" width="620" height="431" /></p>
<p>Eine von den zwei grösseren Kreuzungen im Stadtzentrum.</p>
<p><img class="alignnone" title="gumbinnen" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/gumbinnen10.jpg" alt="" width="620" height="423" /></p>
<p>Eine junge Russin überquert den Fluss mit dem etwas eigenwilligen Namen Pissa. Der Fluss hiess übrigens auch schon so in der Vorkriegszeit. Die Russen sahen keinen Grund den Namen dieses Gewässers zu ändern.</p>
<p><img class="alignnone" title="gumbinnen" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/gumbinnen11.jpg" alt="" width="620" height="465" /></p>
<p>Apropos Namensänderung dieses Flusses. Einer Anekdote zufolge war den Einwohnern Gumbinnens der Name ihres Flusses unangenehm, weswegen sie bei dem preußischen  König Friedrich Wilhelm IV eine Namensänderung beantragten. Dieser verfügte Genehmigt. Empfehle Urinoco., vermutlich in Anlehnung an den Namen des von Alexander von Humboldt bereisten südamerikanischen  Flusses Orinoko. Aus unbekannten Gründen kam es nicht zu einer Umsetzung der Genehmigung.</p>
<p><img class="alignnone" title="gumbinnen" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/gumbinnen12.jpg" alt="" width="620" height="519" /></p>
<p>Das schönste Hotel der Stadt hat seinen Platz gleich am Ufer des Pissa Flusses. Eine sehr schöne Lage. Eben zum Hotel passend.</p>
<p><img class="alignnone" title="gumbinnen" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/gumbinnen13.jpg" alt="" width="620" height="496" /></p>
<p>Nach der Überquerung des Flusses befinden wir uns nun schon im inneren Stadtkern von Gumbinnen.</p>
<p><img class="alignnone" title="gumbinnen" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/gumbinnen14.jpg" alt="" width="620" height="495" /></p>
<p>Junge Mütter und etwas ältere Pensionistinnen vertreiben sich die Zeit in einem der vielen Parks Gumbinnens. Etwas verdeckt sieht man auch die Elch Skulptur welche jede wichtige Stadt Ostpreussens geschenkt bekam. Gumbinnen war eine von ihnen und bekam den Elch ganz ohne Schmiergeld im Gegensatz zu Tilsit.</p>
<p><img class="alignnone" title="gumbinnen" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/gumbinnen15.jpg" alt="" width="620" height="353" /></p>
<p>Nach dem Park kommt die zweite wichtige Kreuzung im Stadtzentrum.</p>
<p><img class="alignnone" title="gumbinnen" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/gumbinnen16.jpg" alt="" width="620" height="565" /></p>
<p>Die Zeit ist knapp. Die Ampel rot. Zeit einmal durchzuschnaufen.</p>
<p><img class="alignnone" title="gumbinnen" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/gumbinnen17.jpg" alt="" width="620" height="472" /></p>
<p>Gösser Bier scheint in Gumbinnen sehr stark vertreten zu sein. Im Bild eines der vielen Lokale mit Gösser Bier im Angebot.</p>
<p><img class="alignnone" title="gumbinnen" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/gumbinnen18.jpg" alt="" width="620" height="601" /></p>
<p>Endlich bei der Salzburger Kirche angekommen. Hier machten wir kurz Halt und ich konnte mir etwas die Füsse vertreten.</p>
<p><img class="alignnone" title="gumbinnen" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/gumbinnen19.jpg" alt="" width="620" height="465" /></p>
<p>Dieses Gemälde soll an die Ankunft der Salzburger im 18. Jahrhundert in Gumbinnen erinnern. Das ist aber nur eine kleine Kopie an einer Fassade im Stadtzentrum. Es gibt noch ein viel grösseres Original irgendwo in der Stadt.</p>
<p><img class="alignnone" title="gumbinnen" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/gumbinnen20.jpg" alt="" width="620" height="533" /></p>
<p>Das Stadtzentrum von Gumbinnen etwas abseits von der Hauptstrasse.</p>
<p><img class="alignnone" title="gumbinnen" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/gumbinnen21.jpg" alt="" width="620" height="465" /></p>
<p>Ein gut erhaltenes Heidehaus im Jugendstil.</p>
<p><img class="alignnone" title="gumbinnen" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/gumbinnen22.jpg" alt="" width="620" height="491" /></p>
<p>Die Pause ist vorbei. Es geht wieder weg von der Salzburger Kirche und zurück auf die Hauptstrasse.</p>
<p><img class="alignnone" title="gumbinnen" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/gumbinnen23.jpg" alt="" width="620" height="453" /></p>
<p>Ein Zeitungskiosk vor dem Bahnhof. Die Apotheke daneben musste bereits zusperren: kein Umsatz!</p>
<p><img class="alignnone" title="gumbinnen" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/gumbinnen24.jpg" alt="" width="620" height="585" /></p>
<p>Der renovierte Bahnhof von Gumbinnen. Bahnhöfe sind im heutigen Ostpreussen generell sehr ordentlich gepflegt.</p>
<p><img class="alignnone" title="gumbinnen" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/gumbinnen25.jpg" alt="" width="620" height="596" /></p>
<p>Beim Bahnhof drehen wir eine Runde und fahren wieder stadtauswärts.</p>
<p><img class="alignnone" title="gumbinnen" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/gumbinnen26.jpg" alt="" width="620" height="465" /></p>
<p>Die Kaserne von Gumbinnen. Bereits in der Preussenzeit war Gumbinnen ein wichtiger Militärstützpunkt.</p>
<p><img class="alignnone" title="gumbinnen" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/gumbinnen27.jpg" alt="" width="620" height="465" /></p>
<p>Dieser Ort war früher der städtische Friedhof. Die Sowjets konnten dem aber nichts abgewinnen. Nach 1945 wurden die Grabsteine entfernt und daraus ein Park gemacht.</p>
<p><img class="alignnone" title="gumbinnen" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/gumbinnen28.jpg" alt="" width="620" height="587" /></p>
<p>Eine russische Bank in einem prunkvollen Gebäude. Dieser beeindruckende Eingang spricht für sich.</p>
<p>Das war es in Gumbinnen. Wir setzten die Reise fort und steuerten Insterburg an.</p>
<p><!--adsense--></p>
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		<title>Ostpreussen Heimat Museum in Breitenstein</title>
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		<pubDate>Mon, 24 May 2010 15:05:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reise nach Königsberg (Kaliningrad) in Ostpreussen]]></category>

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		<description><![CDATA[Von der Scheschuppe ging es über Hohensalzburg direkt zum Ostpreussen Museum in Breitenstein. Der Ort befindet sich südlich von Ragnit, und trug vor 1938 den Namen Kraupischken. Während der Pestjahre 1708 und 1709 verlor der Ort so gut wie fast alle seiner Einwohner. Durch Einwanderer aus Salzburg wurden diese Lücken nach einigen Jahrzehnten wieder gefüllt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft" title="breitenstein" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/breitensteinklein1.jpg" alt="" width="150" height="110" />Von der Scheschuppe ging es über Hohensalzburg direkt zum Ostpreussen Museum in Breitenstein. Der Ort befindet sich südlich von Ragnit, und trug vor 1938 den Namen Kraupischken.</p>
<p>Während der Pestjahre 1708 und 1709 verlor der Ort so gut wie fast alle seiner Einwohner. Durch Einwanderer aus Salzburg wurden diese Lücken nach einigen Jahrzehnten wieder gefüllt und der Ort erblühte von neuem auf. 1939 zählte Breitenstein 1.400 Einwohner. Heute sind es etwa noch 1.000. Breitenstein wurde nach 1945 von den Russen in Uljanow umbenannt. Der Geburtsname von Lenin.</p>
<p><!--adsense--></p>
<p>Das Heimatmuseum von Ostpreussen befindet sich in einer Grundschule die, für die geringe Einwohnerzahl der Ortes, eine durchaus beträchtliche Grösse aufweist. Der Weg in das Museum führt über eine breite Stiege in den ersten Stock der Schule. Möglicherweise wurde die Schule bereits 1928 erbaut. Drei Mitarbeiter des Museums (zwei Frauen und ein Mann) begrüssten mich in ihrem engen Büro. Alles war mit Akten und Schachteln vollgestopft. Es schien als würde immer noch viel Material für das Museum zum Ausstellen auftauchen.</p>
<p><img class="alignnone" title="breitenstein" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/breitenstein1.jpg" alt="" width="620" height="492" /></p>
<p>Die Schule von Breitenstein in der das Heimatmuseum untergebracht ist.</p>
<p><img class="alignnone" title="breitenstein" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/breitenstein2.jpg" alt="" width="620" height="710" /></p>
<p>So dürften die ostpreussischen Mädels damals angezogen gewesen sein.</p>
<p><img class="alignnone" title="breitenstein" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/breitenstein3.jpg" alt="" width="620" height="465" /></p>
<p>Die Ecke einer typisch ostpreussischen Wohnstube.</p>
<p><img class="alignnone" title="breitenstein" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/breitenstein4.jpg" alt="" width="620" height="465" /></p>
<p>Kriegsmaterial</p>
<p><img class="alignnone" title="breitenstein" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/breitenstein5.jpg" alt="" width="620" height="465" /></p>
<p>Die Bewunderung der Bildergalerie nahm einige Zeit in Anspruch.</p>
<p><img class="alignnone" title="breitenstein" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/breitenstein6.jpg" alt="" width="620" height="465" /></p>
<p>Ein typisches Fortbewegungsmittel der damaligen Zeit.  Gegründet wurde das Museum 1981.</p>
<p>Da die Zeit drängte wurde das Museum, dass sich auf mehrere Räume aufteilte, im Schnelldurchlauf abgeschritten. Man konnte hier einige interessante Sachen bestaunen. Beispielsweise Werbeschilder, ein altes Fahrrad, aber auch Haushaltsgeräte, volkstümliche Kleidung der damaligen Zeit, und natürlich sehr viele Bilder von den damaligen Metropolen. Sehr interessant dabei waren Fotos von Städten die heute überhaupt nicht mehr exisiteren. Wie zum Beispiel Schirwindt. Durch die Kämpfe wurde diese Stadt völlig zerstört und nach dem Krieg völlig platt gemacht. Heute würde man dort nie vermuten dass hier einmal vor 1945 eine fast 7.000 Einwohner Stadt stand. Die ehemalige Metropole scheint wie vom Erdboden verschluckt zu sein. Vor dem Verlassen des Museums entschloss ich mich noch zum Kauf von zwei Nostalgiepostkarten die hier in Hülle und Fülle angeboten werden.</p>
<p><!--adsense--></p>
<p><img class="alignnone" title="breitenstein" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/breitenstein7.jpg" alt="" width="620" height="593" /></p>
<p>Das Haus gegenüber der Schule beim Verlassen der Örtlichkeit.</p>
<p><img class="alignnone" title="breitenstein" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/breitenstein8.jpg" alt="" width="620" height="465" /></p>
<p>Das Ortszentrum des 1.000 Einwohner Dorfes.</p>
<p><img class="alignnone" title="bewohnte häuser stehen neben unbewohnten häusern" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/breitenstein9.jpg" alt="" width="620" height="501" /></p>
<p>Bewohnte Häuser stehen neben unbewohnten Häusern.</p>
<p><img class="alignnone" title="breitenstein" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/breitenstein10.jpg" alt="" width="620" height="448" /></p>
<p>In einer scharfen Linkskurve verlassen wir den Ortskern.</p>
<p><img class="alignnone" title="breitenstein" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/breitenstein11.jpg" alt="" width="620" height="369" /></p>
<p>Am Ortsende befindet sich dann noch das Lebensmittelgeschäft.</p>
<p><img class="alignnone" title="breitenstein" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/breitenstein12.jpg" alt="" width="620" height="388" /></p>
<p>Die letzten Gebäude beim Verlassen des Ortes. Hier wurde ordentlich umgegraben.</p>
<p><img class="alignnone" title="breitenstein" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/breitenstein13.jpg" alt="" width="620" height="465" /></p>
<p>Dieses Haus dürfte aus der Vorkriegszeit stammen und unbewohnt sein. Keine Anzeichen von Renovierungstätigkeiten.</p>
<p>Viel mehr von Breitenstein sah ich leider nicht mehr. Ich denke aber dass dieses Museum ohnehin die grösste Attraktion des Ortes sein dürfte. Es hat mich sehr gefreut es einmal besucht zu haben. Nun ging es aber weiter nach Gumbinnen.</p>
<p><!--adsense--></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Hohensalzburg Ostpreussen</title>
		<link>http://www.sowas.at/2010/05/24/hohensalzburg-ostpreussen/</link>
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		<pubDate>Mon, 24 May 2010 14:45:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reise nach Königsberg (Kaliningrad) in Ostpreussen]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf dem Weg vom Fluss Scheschuppe zum Ostpreussen Museum in Breitenstein, durchquerten wir auch das ehemalige Salzburger Dorf Hohensalzburg. Der Ort wurde im und nach dem Krieg so gut wie ausgelöscht. Nur wenige Häuser stehen noch herum und erinnern so an eine ehemals lebendige Siedlung. Bis 1938 trug Hohensalzburg den Namen Langwethen. Das Dorf wurde [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft" title="hohensalzburg ostpreussen" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/hohensalzburgostpreussenklein1.jpg" alt="" width="150" height="110" />Auf dem Weg vom Fluss Scheschuppe zum Ostpreussen Museum in Breitenstein, durchquerten wir auch das ehemalige Salzburger Dorf Hohensalzburg. Der Ort wurde im und nach dem Krieg so gut wie ausgelöscht. Nur wenige Häuser stehen noch herum und erinnern so an eine ehemals lebendige Siedlung.</p>
<p>Bis 1938 trug Hohensalzburg den Namen Langwethen. Das Dorf wurde von Salzburger Einwanderern 1732 gegründet und aufgebaut. Die Salzburger mussten aus religiösen Gründen ihre Heimat verlassen und fanden in Ostpreussen einen geeigneten Zufluchtsort. Bis 1945 bestand der Ort aus Nachfahren der zugwanderten Salzburger aus dem Jahr 1732, berichten Chroniken. Ab 1945 wurden die Bewohner entweder ermordet oder vertrieben. Heute besteht die Siedlung nur mehr aus einer Strassenkreuzung und einer Ansammlung weniger Häuser. Die Russen haben den Ort den Namen Lunino gegeben.</p>
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<p><img class="alignnone" title="hohensalzburg ostpreussen" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/hohensalzburgostpreussen1.jpg" alt="" width="620" height="415" /></p>
<p>Hier stand einst das Ortszentrum.</p>
<p><img class="alignnone" title="hohensalzburg ostpreussen" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/hohensalzburgostpreussen2.jpg" alt="" width="620" height="465" /></p>
<p>Der Turm ist eines der wenigen Gebäude die vom alten Dorf geblieben sind. Auch die Kirche steht nicht mehr.</p>
<p><img class="alignnone" title="hohensalzburg ostpreussen" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/hohensalzburgostpreussen3.jpg" alt="" width="620" height="397" /></p>
<p>Einige wenige Häuser machen heute die Ortschaft Lunino aus.</p>
<p><img class="alignnone" title="hohensalzburg ostpreussen" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/hohensalzburgostpreussen4.jpg" alt="" width="620" height="403" /></p>
<p>Von Hohensalzburg geht es weiter in das Ostpreussen Museum in Breitenstein. Diese Landstrasse ist ganz typisch für Ostpreussen. Links und rechts mit Bäumen flankiert.</p>
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]]></content:encoded>
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		<title>Scheschuppe</title>
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		<pubDate>Mon, 24 May 2010 14:15:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reise nach Königsberg (Kaliningrad) in Ostpreussen]]></category>

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		<description><![CDATA[Gleich nach dem Dorf Gross Lenkeningken kommt dann auch schon der Fluss mit dem klingenden Namen Scheschuppe. Ich kenne das Gewässer aus den interessanten Jugenderzählungen des Autors Bruno Sutkus, der neben diesem Fluss bei Fichtenhöhe (nahe Schlossberg und Schirwindt) aufgewachsen ist. Leider ist diese Gegend heute ein Naturschutzgebiet und militärisch gesperrt. Eine Besichtigung ist damit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft" title="scheschuppe" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/scheschuppeklein1.jpg" alt="" width="150" height="110" />Gleich nach dem Dorf Gross Lenkeningken kommt dann auch schon der Fluss mit dem klingenden Namen Scheschuppe. Ich kenne das Gewässer aus den interessanten Jugenderzählungen des Autors Bruno Sutkus, der neben diesem Fluss bei Fichtenhöhe (nahe Schlossberg und Schirwindt) aufgewachsen ist. Leider ist diese Gegend heute ein Naturschutzgebiet und militärisch gesperrt. Eine Besichtigung ist damit so gut wie unmöglich. Die Scheschuppe bei Gross Lenkeningken dient somit als Ersatz diesen besonderen Fluss einmal selbst zu sehen.</p>
<p>Mein erster Eindruck war doch eine grosse Überraschung über die enorme Breite des Flusses. Ich hatte mir die Scheschuppe von den Erzählungen aus dem Buch doch etwas kleiner vorgestellt. Später wurde ich von meinem Reiseführer aufgeklärt dass die enorme Breite an dieser Stelle die Ausnahme ist, und damit zusammenhängt dass die Scheschuppe kurz darauf in die Memel fliesst.</p>
<p>Über den Fluss führt eine hohe Brücke die erst nach dem Krieg gebaut worden ist. Der Wind pfiff mir da oben ordentlich um die Ohren. Vor dem Kriege gab es aber auch schon eine Brücke. Man kann heute noch die Säulen im Wasser sehen. Nachdem ich einige Bilder gemacht habe, ging es wieder retour durch Gross Lenkeningken und zurück auf die Hauptstrasse. Ziel war das Ostpreussen Museum in Breitenstein.</p>
<p><!--adsense--></p>
<p><img class="alignnone" title="scheschuppe" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/scheschuppe1.jpg" alt="" width="620" height="489" /></p>
<p>Mein erster Blick auf die Scheschuppe. Etwas breiter und grösser als ich es erwartet hätte.</p>
<p><img class="alignnone" title="scheschuppe" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/scheschuppe2.jpg" alt="" width="620" height="518" /></p>
<p>An dieser Stelle ging die alte Brücke über den Fluss. Wahrscheinlich in den Kämpfen Anfang 1945 zerstört worden.</p>
<p><img class="alignnone" title="scheschuppe" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/scheschuppe3.jpg" alt="" width="620" height="325" /></p>
<p>Die Scheschuppe in Richtung Fichtenhöhe. Dort wo Bruno Sutkus seine Jugend verbracht hatte.</p>
<p><img class="alignnone" title="scheschuppe" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/scheschuppe4.jpg" alt="" width="620" height="465" /></p>
<p><img class="alignnone" title="scheschuppe" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/scheschuppe5.jpg" alt="" width="620" height="465" /></p>
<p>In diese Richtung fliesst die Scheschuppe in die Memel.</p>
<p><img class="alignnone" title="scheschuppe" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/scheschuppe6.jpg" alt="" width="620" height="489" /></p>
<p>In diese Richtung ging es wieder zurück nach Gross Lenkeningken und wenig später auf die Haupstrasse.</p>
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		<title>Gross Lenkeningken</title>
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		<pubDate>Mon, 24 May 2010 14:00:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reise nach Königsberg (Kaliningrad) in Ostpreussen]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach der Memel machten wir uns auf den Weg zum zweiten Fluss der den Namen Scheschuppe trägt. Unterwegs kamen wir am Ort Gross Lenkeningken vorbei. Gross Lenkeningken galt vor dem Krieg als eine pulsierende Landgemeinde im Winkel von Memelstrom und Scheschuppe. Heute ist nicht mehr davon übrig. Die meisten Gebäude wurden dem Erdboden gleich gemacht. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft" title="gross lenkeningken" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/grosslenkingkenklein.jpg" alt="" width="150" height="110" />Nach der Memel machten wir uns auf den Weg zum zweiten Fluss der den Namen Scheschuppe trägt. Unterwegs kamen wir am Ort Gross Lenkeningken vorbei. Gross Lenkeningken galt vor dem Krieg als eine pulsierende Landgemeinde im Winkel von Memelstrom und Scheschuppe.</p>
<p>Heute ist nicht mehr davon übrig. Die meisten Gebäude wurden dem Erdboden gleich gemacht. Darunter fällt auch die einst prächtige Kirche deren Bau 1904 fertiggestellt wurde. Der Ort ist geprägt von einigen kleinen Einfamilienhäusern mit Gärten, und einer verlassenen Gaststätte deren stattliche Grösse auf das einst pulsierende Leben erinnert.</p>
<p><!--adsense--></p>
<p><img class="alignnone" title="gross lenkeningken" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/grosslenkingken.jpg" alt="" width="620" height="465" /></p>
<p>Eine der ehemals zwei Mahlmühlen in Gross Lenkeningken. Sie sorgten für eine zusätzliche Belebung des Ortes.</p>
<p><img class="alignnone" title="gross lenkeningken" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/grosslenkingken2.jpg" alt="" width="620" height="465" /></p>
<p>Das verlassene Wirtshaus.</p>
<p><img class="alignnone" title="gross lenkeningken" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/grosslenkingken3.jpg" alt="" width="620" height="503" /></p>
<p>Die ehemalige Gaststätte im Ortszentrum. Der stattliche Umfang des Gebäudes lässt einen damals doch viel grösseren Ort vermuten als heute.</p>
<p><img class="alignnone" title="gross lenkeningken" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/grosslenkingken4.jpg" alt="" width="620" height="452" /></p>
<p>Heute gibt es nicht mehr viel zu sehen in Gross Lenkeningken. Die Bushaltestelle zählt noch zu den wenigen Attraktionen die heute noch intakt sind.</p>
<p><img class="alignnone" title="gross lenkeningken" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/grosslenkingken5.jpg" alt="" width="620" height="465" /></p>
<p>Das ist der Weg vom Ortszentrum zum Fluss Scheschuppe.</p>
<p><img class="alignnone" title="gross lenkeningken" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/grosslenkingken6.jpg" alt="" width="620" height="502" /></p>
<p>Ein schönes Holzhaus im Ortszentrum gegenüber der ehemaligen Gaststätte. Der Besitzer hat einen Hund der mich wild ankläffte. Gut dass er angebunden war. Das Haus dürfte nach dem Krieg erbaut worden sein. Das grössere Wohnhaus dahinter müsste aber aus der Vorkriegszeit stammen.</p>
<p><!--adsense--></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Memel</title>
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		<pubDate>Mon, 24 May 2010 13:30:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reise nach Königsberg (Kaliningrad) in Ostpreussen]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach dem Besuch der Stadt Ragnit ging es wieder hinaus auf das Land. Da die Memel sehr nahe lag, war ein Besuch des Memelufers eine gute Idee. Der Reiseleiter blieb mit seinem Gefährt auf einer Anhöhe stehen, und ich machte mich alleine auf dem Weg zum Ufer. Riesenpfützen mussten mit gekonnten Sprüngen überwunden werden. Dabei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft" title="memel" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/memelklein1.jpg" alt="" width="150" height="110" />Nach dem Besuch der Stadt Ragnit ging es wieder hinaus auf das Land. Da die Memel sehr nahe lag, war ein Besuch des Memelufers eine gute Idee. Der Reiseleiter blieb mit seinem Gefährt auf einer Anhöhe stehen, und ich machte mich alleine auf dem Weg zum Ufer.</p>
<p>Riesenpfützen mussten mit gekonnten Sprüngen überwunden werden. Dabei musste man aufpassen bei der Landung am anderen Ende der Pfütze nicht auszurutschen. Es war eben doch ein sehr feuchtes Gebiet. Einige Stellen konnten auch nur auf Holzlatten trocken überquert werden. Schliesslich habe ich es geschafft und befand mich am Ufer der Memel. Die Belohnung war ein herrlicher Blick auf den Fluss, der die Grenze zwischen Russland und Litauen markiert.</p>
<p>Bei der Rückfahrt wurde mir erzählt dass dieser Platz auch bei Schmugglern grosse Beliebtheit besitzt. Die kommen dann meist in der Nacht, und überqueren mit kleinen Booten den Fluss um ihre Waren über die Grenze zu bringen.</p>
<p><!--adsense--></p>
<p><img class="alignnone" title="memel" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/memel1.jpg" alt="" width="620" height="465" /></p>
<p>Fussmarsch runter zum Fluss.</p>
<p><img class="alignnone" title="memel" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/memel2.jpg" alt="" width="620" height="639" /></p>
<p>Hier war der Pfad noch trocken. Das sollte sich bald ändern.</p>
<p><img class="alignnone" title="memel" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/memel3.jpg" alt="" width="620" height="422" /></p>
<p>Schliesslich hatte ich es geschafft. Das Ufer der Memel in Richtung Osten.</p>
<p><img class="alignnone" title="memel" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/memel4.jpg" alt="" width="620" height="465" /></p>
<p>Bevor ich mich auf den Rückweg machte genoss ich noch etwas das schöne Panorama.</p>
<p><img class="alignnone" title="memel" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/memel5.jpg" alt="" width="620" height="465" /></p>
<p>Am anderen Ufer ist Litauen und somit das Land der Europäischen Union. Der kleine Turm ist Teil einer Grenzüberwachungsstation.</p>
<p><!--adsense--></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Ragnit (Neman)</title>
		<link>http://www.sowas.at/2010/05/24/ragnit-neman/</link>
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		<pubDate>Mon, 24 May 2010 13:15:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reise nach Königsberg (Kaliningrad) in Ostpreussen]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach dem Besuch der beschädigten Parteiburg ging es nun weiter in das Ortszentrum der 13.000 Einwohner Stadt Ragnit, die heute den Namen Neman trägt. Nach der Ausfahrt aus der Parteiburg bogen wir links ab und erreichten bald den Ortskern. Wie man aus den Einwohnerzahlen entnehmen kann, ist diese Stadt um einiges kleiner als das benachbarte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft" title="ragnit" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/ragnitklein1.jpg" alt="" width="150" height="110" />Nach dem Besuch der beschädigten Parteiburg ging es nun weiter in das Ortszentrum der 13.000 Einwohner Stadt Ragnit, die heute den Namen Neman trägt. Nach der Ausfahrt aus der Parteiburg bogen wir links ab und erreichten bald den Ortskern.</p>
<p>Wie man aus den Einwohnerzahlen entnehmen kann, ist diese Stadt um einiges kleiner als das benachbarte Tilsit. Das machte sich natürlich auch im Ortszentrum bemerkbar. Die Häuser hatten nicht mehr so viele Stockwerke, und das Leben auf den Strassen schien auch noch eine Spur ruhiger zu sein.</p>
<p><!--adsense--></p>
<p>Die erste Station in Ragnit war die Ruine der alten Ordensburg. Die Burg wurde zwischen den Jahren 1397 und 1409 errichtet, und sollte aus Ausgangsbasis des Deutschen Ordens für Eroberungszüge gegen die Litauer dienen. Sie galt nach der Marienburg als die gewaltigste Anlage des Ordens im Baltikum. Bis zum Herbst 1944 war sie auch völlig intakt und diente als Gefängnis. Erst mit der Machtübernahme der Sowjets ab Januar 1945 begann ihr Verfall und die mutwillige Zerstörung. Ein Grund dafür war die Tatsache dass die Sowjets die Burg als &#8220;faschistisches Gefängnis&#8221; ansahen, und so etwas für sie als nicht erhaltenswert erschien. Eigentlich sollte die Burg völlig dem Erdboden gleichgemacht werden. Sie war aber sehr massiv gebaut. Abrisstrupps gaben nach einem halben Jahr erschöpft auf, und eine Sprengung wäre zu kostenintensiv gewesen. Ausserdem hätte man dann die Ziegelsteine nicht mehr wiederverwenden können. So liess man die Burg eben stehen und widmete sich anderen Dingen. In den 70er und Anfang der 80er Jahre wollte man mit Kriegsfilmen den Patriotismus der sowjetischen Jugend heben. Die Burg diente als Schauplatz für die aktionsreichen Kampfszenen. Hier konnte man ja nach Herzenslust sprengen. Beispielsweise bei einem Film über die Schlacht von Berlin. So wurde die Burg weiter zerstört. Erst nach der Wende kam der grosse Katzenjammer, als man auf Einnahmen durch den Tourismus hoffte, und nun eine völlig zerstört und verwahrloste Sehenswürdigkeit in der Stadt akzeptieren musste. Doch nun ist es zu spät und man muss sich damit abfinden wie es ist. Eine völlige Wiederherstellung dürfte Unsummen an Kosten verschlingen, und scheint derzeit nicht zur Debatte zu stehen.</p>
<p><img class="alignnone" title="ragnit" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/ragnit1.jpg" alt="" width="620" height="475" /></p>
<p><img class="alignnone" title="ragnit" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/ragnit2.jpg" alt="" width="620" height="465" />#</p>
<p><img class="alignnone" title="ragnit" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/ragnit3.jpg" alt="" width="620" height="511" /></p>
<p><img class="alignnone" title="ragnit" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/ragnit4.jpg" alt="" width="620" height="465" /></p>
<p><img class="alignnone" title="ragnit" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/ragnit5.jpg" alt="" width="620" height="465" /></p>
<p><img class="alignnone" title="ragnit" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/ragnit6.jpg" alt="" width="620" height="465" /></p>
<p><img class="alignnone" title="ragnit" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/ragnit7.jpg" alt="" width="620" height="465" /></p>
<p><img class="alignnone" title="ragnit" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/ragnit8.jpg" alt="" width="620" height="465" /></p>
<p><img class="alignnone" title="ragnit" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/ragnit9.jpg" alt="" width="620" height="465" /></p>
<p><img class="alignnone" title="ragnit" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/ragnit10.jpg" alt="" width="620" height="827" /></p>
<p>Ich vertrat mir noch etwas die Füsse im Ortszentrum, konnte aber sonst keine besonderen Sehenswürdigkeiten mehr entdecken. Interessant auch die Tatsache dass die Stadt im zweiten Weltkrieg kampflos übergeben wurde. Immerhin wurde in Ostpreussen in der Regel ja sehr verbissen gekämpft. So waren kampflose Übergaben eher die Ausnahme.</p>
<p><img class="alignnone" title="ragnit" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/ragnit11.jpg" alt="" width="620" height="465" /></p>
<p>Das Ortszentrum von Ragnit. Rechts geht es zur Burg.</p>
<p><img class="alignnone" title="ragnit" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/ragnit12.jpg" alt="" width="620" height="520" /></p>
<p>Russischer Linienbus.</p>
<p><img class="alignnone" title="postamt" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/ragnit13.jpg" alt="" width="620" height="465" /></p>
<p>Das Postamt in Ragnit. Über Mittag bis 14:00 geschlossen.</p>
<p><img class="alignnone" title="ragnit" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/ragnit14.jpg" alt="" width="620" height="465" /></p>
<p>Gemütlicher Spaziergang durch das Ortszentrum.</p>
<p><img class="alignnone" title="ragnit" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/ragnit15.jpg" alt="" width="620" height="465" /></p>
<p>Parkanlage neben der Hauptstrasse.</p>
<p><img class="alignnone" title="ragnit" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/ragnit16.jpg" alt="" width="620" height="465" /></p>
<p>Blick auf die Apotheke.</p>
<p><img class="alignnone" title="ragnit" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/ragnit17.jpg" alt="" width="620" height="521" /></p>
<p>Sitzender Bär im Strassenverkehr.</p>
<p><img class="alignnone" title="ragnit" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/ragnit18.jpg" alt="" width="620" height="427" /></p>
<p>Diese Strasse zieht sich durch den gesamten Ort.</p>
<p><img class="alignnone" title="ragnit" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/ragnit19.jpg" alt="" width="620" height="532" /></p>
<p>Hier dürfte es sich auch un ein etwas älteres Haus handeln.</p>
<p><img class="alignnone" title="ragnit" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/ragnit20.jpg" alt="" width="620" height="455" /></p>
<p><!--adsense--></p>
<p>Da die Mittagszeit nun auch schon fast vorbei war und der früher Nachmittag einbrach, machte ich mich im Anschluss meines kurzen Spazierganges mit meinem Reiseführer auf den Weg zum Mittagessen. Ich hätte ihn gerne in das beste Restaurant der Stadt eingeladen, doch er bestand auf den Besuch einer Art Kantine im Stile einer Armenküche. Das spart Zeit und Geld, war sein Argument und so ging ich auf seinen Vorschlag ein. Der Ort ist eine soziale Einrichtung damit sich jeder Bewohner oder Besucher Ragnits einmal satt essen kann. Da die Betreiber mit dieser löblichen Einstellung natürlich nicht kostendeckend agieren könnnen, wird die Küche von der Stadt subventioniert.</p>
<p><img class="alignnone" title="ragnit" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/ragnit23.jpg" alt="" width="620" height="465" /></p>
<p>In diesem Gebäude ist der kulinarische Edeltempel untergebracht.</p>
<p>So betraten wir den Ort und reihten uns in die Warteschlange ein. Die Köchinnen trugen hohe weisse Mützen und ich bekam eine Art Schweinsgeschnetzeltes mit Nudeln und roten Rüben serviert. Dazu nahm ich mir einige Stücke Gebäck und einen russischen Krapfen. Das kostete mich so um die 2,20 Euro. Das Essen schmeckte eigentlich ganz gut. Wir sassen nach der Essenausgabe in einem grossen Saal mit vielen Tischen und Stühlen. Ganz vorne gab es eine Bühne die wohl zu mancher Zeit schon für gute Unterhaltung gesorgt haben mag. Begeistert war ich aber von der Toilette. Ich fand sie in einem sehr sauberen und gepflegten Zustand vor und war auch von der geschmackvollen Verfliesung sehr angetan. Satt und zufrieden verliessen wir am frühen Nachmittag so den Ort Ragnit und setzten unser Fahrt durch Ostpreussen fort.</p>
<p><img class="alignnone" title="ragnit" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/ragnit21.jpg" alt="" width="620" height="510" /></p>
<p>Mein Mittagsmahl in der subentionierten Kantine. Ohne Gebäck und Krapfen kostet so etwas unter 2 Euro.</p>
<p><img class="alignnone" title="ragnit" src="http://www.sowas.at/wp-admin/images/ragnit22.jpg" alt="" width="620" height="465" /></p>
<p>Vorbildlich die Toilettenanlage. Da können sich auch in Österreich viele Gaststätten eine Scheibe abschneiden.</p>
<p><!--adsense--></p>
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